Mithilfe der neuen Genschere CRISPR-Cas könnte man Malaria bekämpfen, an der eine halbe Millionen Menschen im Jahr sterben. Hilft diese neue Methode dabei, Malaria einzudämmen?

Das Genom der Malariamücke würde dabei so verändert werden, dass sie entweder gegen den Krankheitserreger resistent oder ihre Fortpflanzung beeinträchtigt wird. Dürfen wir so gezielt in das Erbgut einer ganzen Insektenart eingreifen, um Menschenleben zu retten?

Der Biologe Prof. Ernst Wimmer von der Georg-August-Universität Göttingen und die Ethikerin Dr. Kristin Hagen erläutern den fachlichen Hintergrund und diskutieren anschließend mit den Teilnehmenden. Wie im englischen Unterhaus zeigt das Publikum mit der Wahl des Sitzplatzes, ob es dem jeweiligen Aspekt zustimmt oder ihn ablehnt. So entstehen vielfältige Meinungsbilder.

Die Veranstaltung dauert 90 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Experten

Foto: E. Wimmer

Prof. Dr. Ernst Wimmer

Georg-August-Universität Göttingen

Ernst Wimmer ist Entwicklungsbiologe und seit 2003 Professor in Göttingen. Er promovierte in München und arbeitete in Deutschland und den USA. Prof. Wimmer erforscht Entwicklungsprozesse bei Insekten, deren molekularen Grundlagen sowie ihrer Anpassung durch die Evolution. Die Ergebnisse sind für die Insektenschädlingsbekämpfung relevant.

Foto: K. Hagen

Dr. Kristin Hagen

AgriEth

Kristin Hagen arbeitet an der Schnittstelle von Technikfolgenbeurteilung und angewandter Ethik. Ihr Hauptinteresse gilt dabei der Landwirtschaft. Zur Zeit beschäftigt sie sich mit normativen Fragen zur Biotechnologie in der Landwirtschaft. Sie studierte in Norwegen Biologie, Philosophie und Agrarwissenschaften, und promovierte in Großbritannien.

Kathrin Zinkant

Süddeutsche Zeitung

Kathrin Zinkant moderiert die Unterhausdebatte. Sie hat Biochemie studiert und schrieb für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Zeit Online. Seit August 2014 ist sie Redakteurin im Wissen-Ressort der Süddeutschen Zeitung.

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